CO2-Vermeidung und Energieeffizienz

Die E-Plus Gruppe optimiert seit Jahren ihr Mobilfunknetz. Ziel ist eine deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs und eine Reduktion des CO2 - Ausstoßes . Bei der Modernisierung der Mobilfunkstationen für mobile Breitbanddienste wird die bestehende Technik gegen neue und effizientere Technik ausgetauscht. Auch mit der Versorgung von Mobilfunkstationen mit Strom aus regenerativen Quellen vor Ort , dem zunehmenden Einsatz energiearmer Lüftertechnik und eines Biogaskraftwerks für das größte Rechenzentrum des Unternehmens werden die Umweltauswirkungen des Energieverbrauchs kontinuierlich gesenkt.


 

Mobilfunktechnik mit erneuerbaren Energien

Den größten Anteil am Stromverbrauch der E-Plus Gruppe hat das Mobilfunknetz mit seinen vielen tausend Mobilfunkstationen. Um den Energieverbrauch aus nicht nachhaltigen Quellen  zu senken, arbeitet die E-Plus Gruppe an neuen, innovativen Lösungen. So setzt das Unternehmen  Projekte zur Versorgung von Mobilfunkstationen mit vor Ort erzeugtem Strom aus regenerativen Quellen um: Darunter sind auch zwei Standorte, die zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien und ohne Stromanschluss betrieben werden. Exemplarisch dafür steht der Standort in Versmold.

Hier wirken Wind und Sonne als Hauptlieferanten der Energie. Zusätzlich sorgen Batterien dafür, dass die Energie, die tagsüber reichlich zur Verfügung steht, für die Nachtstunden gespeichert wird. Sind in den Wintermonaten jedoch die Batteriereserven aufgebraucht, so übernimmt eine Brennstoffzelle, die mit Wasserstoff betrieben wird, die Energieversorgung der Mobilfunkstation.

Energieeffiziente Lüftertechnik als Ersatz für Klimaanlagen

In vielen Mobilfunkstationen werden zur Kühlung im Rahmen der Klimatisierung energieintensive Kompressortechnik und teils umweltgefährdene Kühlmittel eingesetzt. Seit 2011 tauscht die E-Plus Gruppe viele ältere Klimaanlagen gegen Speziallüftersysteme aus, die eine Kühlung über die Außenluft ermöglichen.

Ein System, welches bei ausreichenden Windverhältnissen über den Wind angetrieben wird und so fast ohne zusätzlichen Energieeinsatz auskommt, ist inzwischen an etlichen Standorten im Einsatz. Im Rahmen eines vom Bundesumweltministerium geförderten Projektes, kommen  Hybridlüfter der Firma Ventfair zum Einsatz, um ihre Praxistauglichkeit unter Beweis stellen. Die ersten Ergebnisse sind sehr vielversprechend.

Biogaskraftwerk für CO2-neutrales Rechenzentrum

Die digitale Welt macht es nötig, Rechenzentren zur Verarbeitung der Daten bereit zu stellen – auch im Mobilfunk. Typischerweise werden in Rechenzentren etwa 40 Prozent des Energieverbrauchs allein für die Kühlung benötigt. Die E-Plus Gruppe hat deshalb in ihrem größten Rechenzentrum nach Wegen zu einem effizienteren und umweltfreundlicheren Betrieb gesucht und im März 2012 in Düsseldorf ein modernes Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb genommen. Betrieben wird das BHKW mit Biogas. Es erzeugt neben der für das Rechenzentrum benötigten Energie auch die Kühlleistung.

Ein Biogaskraftwerk funktioniert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Wegen der örtlichen Nähe zum Einsatzort überzeugen Biogaskraftwerke mit ihren hohen Wirkungsgraden und geringen Verluste. Die von E-Plus betriebene Anlage besteht aus einem für Gas modifizierten Ottomotor, der einen Generator antreibt. Dadurch wird einerseits elektrische Energie gewonnen, andererseits die Motorabwärme über Plattenwärmetauscher in einen thermischen Kreislauf eingespeist.

Die durch das BHKW erzeugte Abwärme versorgt eine Absorptionskältemaschine mit Energie. Diese Technik hat Methode, schließlich ist der Absorptions-Kältekreislauf der älteste bekannte Prozess zur Kälteerzeugung. Während der Wechsel von ge- und entspannten Gasen mittels mechanischer Kompression in einem herkömmlichen Kühlschrank für Kälte sorgt, wird hier der physikalisch-chemische Weg genutzt: Das Kältemittel, meistens Wasser, wird unter geringem Druck und bei geringer Temperatur verdampft. Es entzieht dabei einem geschlossenen Kühlkreislauf (siehe Schaubild) die Wärme. Um eine Drucksättigung des Wassers zu verhindern, wird der Dampf durch den Einsatz von Lithiumbromid entzogen. Durch Zuführung von Wärme an anderer Stelle wird beides wieder voneinander getrennt und dem jeweiligen Kreislauf zugeführt.

Insgesamt erzeugt die Anlage eine elektrische Leistung von 900 Kilowatt und eine Kälteleistung von 960 Kilowatt bei einem Gesamtwirkungsgrad von 85 Prozent. Es erspart der Umwelt einen jährlichen Ausstoß von etwa 4.500 Tonnen CO2.