Carsten Menzel
Ein Gespräch mit Dr. Karsten Menzel, Abteilungsleiter Environment, Health & Safety bei der E-Plus Gruppe

Verantwortung für die Energienutzung der Zukunft

Als Mobilfunkunternehmen verbraucht die E-Plus Gruppe beim Betrieb ihres Netzes sowie für Herstellung und Transport ihrer Produkte viel Energie. Angesichts des Klimawandels ergibt sich daraus auch eine Verantwortung gegenüber der Umwelt. Daher koppelt die E-Plus Gruppe ihr wirtschaftliches Handeln streng an einen effizienten Einsatz der verfügbaren Ressourcen. Das Ziel, den Energieverbrauch verantwortungsbewusst zu reduzieren und den CO2-Ausstoß zu minimieren, genießt innerhalb der E-Plus Gruppe hohe Priorität. Dies gilt für die gesamte Wertschöpfungskette, von den einzelnen Produkten bis hin zu Dienstleistungen.

Übernahme von Verantwortung: vom Tarif bis zum Handyrecycling

Ein Beispiel dafür ist der Paketversand zwischen den einzelnen Standorten des Unternehmens, den bundesweit verteilten Filialen, sowie zu Millionen Kunden auf einem CO2-neutralen Versandweg.

Der Löwenanteil des Energieverbrauchs liegt im Betrieb der Sendeanlagen, Vermittlungsstellen und Server der Mobilfunknetze. Darüber hinaus verbrauchen Klimaanlagen, die permanent im Jahr in Betrieb sein müssen, viel Strom. Um deren Verbrauch so gering wie möglich zu halten, hat die E-Plus Gruppe die Klimatechnik an vielen Mobilfunkstandorten modernisiert und durch energieeffiziente und umweltschonende Klimatechnik ersetzt. Diese ist nur eine von zahlreichen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz der Mobilfunknetze.

Deutschlandweit errichtet die E-Plus Gruppe seit mehr als einem Jahr deutschlandweit mehrere energieautarke Mobilfunkstationen, die einen positiven Beitrag zum Klimawandel leisten. Nur mit Energie aus Photovoltaik, Windkraft und Brennstoffzellen versorgen sich die Funkstationen unabhängig von fossilen Stromquellen. Unterstützt wird die zukunftsweisende Technologie vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

In Kooperation mit dem Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) hat die E-Plus-Gruppe zudem den NABU-Mobilfunktarif ins Leben gerufen und dabei eine besondere Form der SIM-Karte eingeführt – die Papp-SIM. Kunden des NABU-Umwelttarifes leisten noch einen weiteren Beitrag für die Umwelt: jeden Monat fließen 15 Prozent der Rechnungssumme an den NABU, um verschiedene Umweltprojekte zu unterstützen. Und auch im Rahmen des Handyrecycling erhält der NABU für jedes eingesammelte Altgerät, welches Verbraucher kostenfrei in allen BASE-Shops abgeben oder einsenden können, drei Euro. Das Geld fließt in das Naturschutzgroßprojekt Untere Havel.

Interview mit Dr. Karsten Menzel, Abteilungsleiter  Environment, Health & Safety bei E-Plus

Dr. Karsten MenzelIm Interview gibt Dr. Karsten Menzel, Abteilungsleiter für den Bereich Environment, Health & Safety, einen Einblick in das Engagement der E-Plus Gruppe im Bereich Umwelt und Energieeffizienz:

Die energieautarke Basisstation ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um eine Energiewende auch im Mobilfunk einzuleiten. Was braucht es nun noch, um aus dem Pilotprojekt in die Fläche gehen zu können?

Menzel: Wir haben in Deutschland ein sehr dichtes Stromnetz, so dass der Bedarf nach autarken Stationen nur in kleinen Mengen besteht. Jedoch erhoffen wir uns aus dem Betrieb der ersten autarken Stationen wichtige Impulse für die Zukunft, wie wir erneuerbare Energien im Mobilfunk vermehrt einsetzen können.

Wo sehen Sie für die nahe Zukunft realistisch umsetzbare Umweltprojekte oder umwelttechnische Einsparungspotenziale für die E-Plus Gruppe?

Menzel: Wir haben uns den drei „E“ verpflichtet: Einsparungen, Effizienz und erneuerbare Energien. In allen drei Bereichen sind wir gut unterwegs, können und müssen uns aber weiter verbessern. Nur dann werden wir das uns gesteckte Ziel, im Jahr 2020 um 20 Prozent effizienter als 2010 zu sein, erreichen. Die größten Potenziale sehen wir derzeit in unseren Rechenzentren und Vermittlungsstellen. Hier sind bereits umfangreiche Analysen gelaufen. Die Ergebnisse werden wir sukzessive in den nächsten Jahren umsetzen.

Sie kooperieren mit dem NABU – Naturschutzbund Deutschland e. V. – beim Handyrecycling. Wie läuft die Zusammenarbeit, was waren die Erwartungen, und: Sind diese bisher erfüllt worden?

Menzel: NABU ist ein Partner, der uns in unserem Umweltengagement optimal unterstützt, und viele Ortsverbände sammeln sehr eifrig alte Handys, mit deren Rücknahme die Renaturierung der unteren Havel unterstützt wird. Insgesamt ist die Quote von verkauften zu zurückgegebenen Handys mit ca. einem Prozent jedoch noch sehr gering. Aus diesem Grund wurde im Rahmen der Aktion „Zukunftsprojekt Erde“ ( Wissenschaftsjahr 2012, siehe Glossar, Seite 40 ) unter Leitung des Forschungsministeriums betreiberübergreifend eine Initiative ins Leben gerufen, um die Verbraucher zu sensibilisieren. Die E-Plus Gruppe unterstützt die Initiative durch die Stiftung von Preisen und entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. Für die Zukunft werden wir auch in Zusammenarbeit mit den anderen Betreibern nach Wegen suchen, wie wir die Recyclingquoten deutlich erhöhen können.

Weitere Informationen zu unserem Engagement finden Sie im Corporate Responsibility Bericht der E-Plus Gruppe.

 

 

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