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Smartphone weg, Daten geschützt?

Smartphones entwickeln sich immer mehr zu einem unverzichtbaren Teil unseres Lebens und bilden dieses in vielen Teilen ab: Fotos, Mails, Dokumente. Alles gespeichert auf dem Smartphone. Das Mobiltelefon ist stetiger Begleiter: Online-Banking wird unterwegs erledigt, Social Media Beiträge unterhalten und Apps helfen im Alltag. Ein immer größerer Bereich der Privatsphäre verlagert sich auf diese Weise bewusst oder unbewusst auf den mobilen Datenspeicher.

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Doch welche Gefahr droht, wenn das Smartphone weg ist?
Gestohlen oder verloren spielt dabei keine Rolle – eine geradezu magische Anziehungskraft übt das Gerät auf den Dieb oder Finder fast immer aus. Laut einer amerikanischen Studie im Rahmen des Smartphone Honey Stick Project versuchten 72 Prozent, zunächst private Fotos auf dem Mobiltelefon einzusehen. Immerhin mehr als die Hälfte (60 Prozent) startete Mail- oder Social-Media-Apps. Fast genauso viele suchten nach gespeicherten Passwörter, während bei 43 Prozent das Interesse dem Online-Banking galt. Vorsicht ist auch bei geschäftlichen Daten angebracht, denn 53 Prozent waren auf der Suche nach Gehaltslisten, 49 Prozent machte eine App namens „Remote Admin“ neugierig und noch 45 Prozent griffen auf geschäftliche E-Mails zu.

Ziel der Studie war es herauszufinden, welche der gespeicherten Daten das größte Interesse beim Finder wecken, um in der Folge zielgerichtet bestehende Sicherheitslücken schließen zu können. Dazu legten die Projektbeteiligten eigens präparierte Smartphones an öffentlichen Stellen aus. Ein Programm auf dem Smartphone konnte dabei sowohl den Standort verfolgen, als auch die am Handy durchgeführten Aktivitäten speichern. Dabei gab der jeweilige Name der eingerichteten Apps einen deutlichen Hinweis auf die private oder geschäftliche Natur der sich dahinter verbergenden Daten.

Nur jeder Zweite gibt gefundenes Smartphone zurück
Obwohl Telefonnummer und Adresse des vermeintlichen Besitzers klar markiert waren, versuchte nur die Hälfte der Finder, den Eigentümer des verlorenen Gerätes zu kontaktieren. Doch selbst die ehrlichen Finder konnten der Versuchung nicht widerstehen, sich zunächst einen Überblick über die gespeicherten Daten zu verschaffen.

Fazit: Das Risiko für den Besitzer lauert weniger im finanziellen, sondern eher auf Seiten der sensiblen Daten auf dem mobilen Gerät. Doch schon mit wenigen Maßnahmen kann der unbefugte Zugriff auf Daten verhindert werden:

  1. Einrichten einer passwortgeschützten Bildschirmsperre und/oder ein Passwortschutz für den Bereich der sensiblen Daten.
  2. Installation einer aus der Ferne bedienbaren App, über die im Zweifelsfall die Daten gesperrt werden können. Selbst bei einem Diebstahl können Daten so rechtzeitig vom Telefon entfernt werden.
  3. Aktivieren der Funktion „uTrack“. Die Funktion sendet eine Kurzmitteilung an eine vorher gespeicherte Telefonnummer, wenn eine neue SIM-Karte in das Smartphone eingesetzt wird.
  4. Installation einer App mit Ortungsfunktion: Diese Funktion erfüllen beispielsweise „Anti-Theft for Mobile“ für Windows Mobile, Android und Symbian und „Find My iPhone“ für das iPhone. Geortet werden können Android-Geräte außerdem mit der App „Android Lost“, Windows Phone Nutzer haben über die „LiveID“ ein bereits installiertes Tool zur Ortung ihres Gerätes zur Hand.

In jedem Fall sinnvoll ist ein regelmäßiges Sichern der privaten Daten auf dem Smartphone, beispielsweise auf dem heimischen Computer. So sind jedenfalls die Daten, an denen vielleicht so mancher emotionaler Moment hängt, nicht völlig verloren.

2 Gedanken zu „Smartphone weg, Daten geschützt?

  1. Man sollte sein Smartphone wirklich gut absichern. Ich kenne so viele Leute die die schweren Dinger gerne in der Bahn oder auf irgendwelchen Wiesen liegen lassen und nie mehr wiedersehen, dass man sich da nur an den Kopf fassen kann.

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