Service-Tipp: Wie hohe Mobilfunkrechnungen vermeiden? – Der richtige Umgang mit dem Smartphone!

David Meuffels, kommissarischer Filialleiter im BASE_camp

Fehlende Flatrate, teure Auslandsgespräche oder dubiose Onlineangebote – Gründe für eine unerwartet hohe Mobilfunkrechnung gibt es viele. Wir haben Tipps zum richtigen Umgang mit dem Smartphone zusammengestellt, die helfen sollen, böse Überraschungen auf der Rechnung zu vermeiden. Gesprochen haben wir dazu mit David Meuffels, Filialleiter im Berliner BASE_camp.

Internetflatrate buchen
Der häufigste Grund für extrem hohe Rechnungen ist die Nutzung des mobilen Internets ohne dazugehörige Flatrate. David Meuffels erklärt: „Wer sich ein Smartphone kauft, der sollte auch eine Interflatrate dazu buchen, um sicherzustellen, dass man nicht in die Kostenfalle “Internet by call” tappt: Ob es ein kurzer Besuch im World Wide Web ist oder eine vorinstallierte App, die selbstständig mobile Daten abruft – die Kosten können in gewaltige Höhen steigen, da ohne Flatrate die Nutzung pro MB abgerechnet wird.“

In dem Moment, in dem man das Internet mobil nutzen möchte, ist es auf jeden Fall die preisgünstigere Alternative  von vornherein eine Internetflatrate zu buchen. Entsprechende Angebote beginnen bereits bei 5 EUR im Monat und stellen sicher, dass keine zusätzlichen Kosten entstehen und böse Überraschungen somit ausbleiben.

Richtiger Umgang mit Apps
Besitzt man die entsprechende Internetflatrate, steht auch der Nutzung von Apps prinzipiell nichts mehr im Weg. Zunächst kann man hier grundsätzlich zwischen kostenpflichtigen und kostenlosen Apps unterscheiden. „Hierbei lohnt es sich, vor dem Download die Angebote zu vergleichen:  Standard-Apps, für das tägliche Leben, wie etwa Wetter-Apps oder Übersichten für Reiseverbindungen sind in der Regel kostenlos zu bekommen, wenn man danach sucht,“ empfiehlt David Meuffels.

Wichtig ist zu wissen, dass sich kostenlose Apps oftmals über geschaltete Werbebanner finanzieren und hier ist Vorsicht geboten: Manchmal reicht schon ein Klick aus, um ungewollt etwa ein kostenpflichtiges Abo in Anspruch zu nehmen.

Auf folgende Punkte sollte man deswegen beim Download einer App achten: Während der Installation gibt man die jeweils gewünschten Berechtigungen frei – und damit auch den Zugriff auf unterschiedlichste Funktionen des Smartphones und die Benutzerdaten. Die Zugriffsbedingungen sollte man sich deswegen unbedingt durchlesen und sicherstellen, dass die angeforderten Berechtigungen für die Funktion der Software überhaupt notwendig sind.

Misstrauisch kann man immer dann werden, wenn eine App Berechtigungen wünscht, die gar nicht nötig sind. Dieses kann mitunter nämlich ein Indiz dafür sein, dass die App eigenmächtig auf kostenpflichtige Dienste zugreifen will. Diese werden ausgeführt, ohne dass ein Vertrag zwischen dem Kunden und dem Fremdanbieter stattgefunden hat. Schon die Bestellung eines Klingeltons oder eine Antwort auf eine erhaltene SMS genügt beispielsweise, um ein kostenpflichtiges Abo zu aktivieren. Das Resultat findet sich dann auf der Rechnung.

Deswegen rät der Experte: „Die erhaltene Rechnung sollte genau angeschaut werden. Beträge, die aus entsprechenden Diensten resultieren, werden hier als Kosten eines “Drittanbieters” ausgewiesen. Ist ein Service dabei, der gar nicht bewusst in Anspruch genommen wurde, kann mit dem jeweiligen Anbieter Kontakt aufgenommen und die Rückerstattung des Betrags gefordert werden. Die Kontaktdaten des jeweiligen Anbieters finden sich in der Rechnung.“

Smartphone-Nutzung im Ausland
Will man auch im Ausland nicht auf sein Smartphone verzichten, empfiehlt es sich auch hier einen Tarifcheck durchzuführen, da es verschiedene Roamingtarife gibt, die auf unterschiedliche Nutzungsverhalten zugeschnitten sind.

Weiterhin kann man einen Maximalbetrag festlegen, bis zu dem höchstens gesurft werden soll: Dafür gibt es ein Daten-Roaming-Limit. Sobald der gewählte Betrag erreicht ist, wird das mobile Internet auf dem Handy blockiert, sodass man im Nachhinein nicht von zu hohen Kosten überrascht werden kann. Will man das mobile Internet im Ausland generell nicht nutzen, muss unter den Smartphone-Einstellungen das Häkchen hinter „Data-Roaming“ entfernt werden.

Regelmäßige Beratung
Bei individuellen Fragen oder Problemen mit der Rechnung empfiehlt es sich im Zweifelsfall immer den Kontakt zu einem Berater aufzunehmen. Regelmäßig mit diesem zu sprechen, ist gleichzeitig auch aus anderen Gründen zu empfehlen, so Meuffels: „Zunächst schließt man dadurch aus, eine Kündigungsfrist zu versäumen oder erhält bei der Verlängerung eines Vertrags ein neues Gerät beziehungsweise eine Gutschrift. Des weiteren lassen sich durch die regelmäßige Beratung auch die laufenden Kosten senken: Weil sich das Telefonverhalten im Laufe der Zeit verändert, ist es wichtig, regelmäßig – etwa alle drei Monate –  einen Tarifcheck durchzuführen. Das heißt: Man schaut sich zusammen mit seinem Berater die letzten Rechnungen an und vergleicht sie mit dem aktuellen Telefonverhalten. Gegebenenfalls kann der Tarif dann an das Nutzungsverhalten angepasst und dadurch Kosten gespart werden.“

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