E-Plus-BASECAMP-23042012-072
Talkrunde zum Mobile Payment im BASE_camp

NFC: Das Smartphone als digitale Geldbörse?

Wird Geld dank des Mobile Webs künftig noch häufiger bargeldlos fließen? Wird das Smartphone zur digitalen Brieftasche werden? Und: Ist der Markt überhaupt bereit für Mobile Payment?

Diskutieren Sie mit!

Das Thema Mobile Payment und Mobile Banking steht im Mittelpunkt des 3. Mobilisten-Talks am 16. August 2012 im Berliner BASE_campSeien Sie dabei und diskutieren Sie mit den Gästen alle Fragen rund um das mobile Bezahlen. Auf dem Podium sitzen:

 

Der Eintritt ist frei, anmelden kann man sich über facebook oder per E-Mail an den Veranstalter.

Interview mit mobilbranche.de-Gründer Florian Treiss

Für alle, die nicht dabei sein können, gibt es im Interview mit Florian Treiß, Veranstalter des Mobilisten-Talks und Gründer von mobilbranche.de, einen ersten Überblick:

Florian, was macht NFC so besonders?

Florian Treiß: In Deutschland wartet nun alles auf NFC: Damit wird es möglich, durch das bloße Auflegen seines Smartphones an der Ladenkasse seine Einkäufe zu bezahlen. Es läuft darauf hinaus, dass das Smartphone Plastikkarten ersetzen soll. Die Player sind freilich dieselben wie bei den Kartenzahlungen: die Kreditkartenkonzerne Mastercard und Visa treiben das Thema voran. Spannender als NFC selbst, das letztlich nur den Bezahlvorgang selbst verändert, dürfte daher sein, was innerhalb von Wallet-Lösungen noch passieren wird: Werden Wallets tatsächlich normale Geldbörsen komplett ersetzen und darin auch Kundenkarten, Coupons etc. vereinen? Wird es personalisierte Werbung innerhalb der Wallet-App geben, die auf dem vorherigen Einkaufsverhalten und den Vorlieben der eigenen facebook-Freunde basiert? Darauf deutet momentan einiges hin.

Die Branche spricht seit langem vom Wachstumsfeld Mobile Payment. Warum setzt es sich erst jetzt durch?

Florian Treiß: Es gibt einen regelrechten Teufelskreis: Viele Anbieter sitzen in den Startlöchern und warten darauf, dass NFC-Chips für kontaktloses Zahlen in mehr Smartphones eingebaut werden. Bei den Verbrauchern ist die Akzeptanz wiederum noch weit von 100 Prozent entfernt: Schließlich sind schon Kreditkarten in Deutschland weniger beliebt als in anderen Ländern. Und die Verbraucher kennen faktisch noch gar keine Mobile-Payment-Systeme.

In anderen Ländern – beispielsweise des afrikanischen Kontinents – werden Bankgeschäfte schon seit Jahren via Handy durchgeführt. Wo liegt der Vorteil von NFC gegenüber dem dort angewandten SMS-Verfahren?

Florian Treiß: Systeme wie Mpesa in Kenia, dass es dort schon seit 2007 gibt, werden gerne als leuchtende Beispiele für Mobile Banking und Payment angeführt. Man muss hier aber bedenken, dass Mpesa eine ganz andere Ausgangsbasis hatte. Kenia ist nämlich ein Land, wo Bankkonten und damit Überweisungen und Kreditkarten deutlich geringer verbreitet sind als in Deutschland. Und Mpesa hat es geschafft, SMS-basierte Zahlungen als Bargeld-Ersatz zu etablieren. In Deutschland funktioniert das Bankensystem aber sehr gut und es gibt keinen Bedarf an SMS-Zahlungsverfahren.

Das komplette Interview kann man hier lesen.

Informationen zu allen Veranstaltungen im BASE_camp findet man hier.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>