Mobilfunkfrequenzen

Durch die Sicherung wichtiger Frequenzpakete bei den Auktionen neuer Mobilfunkfrequenzen in den Jahren 2000 und 2010 konnten wir unser bisheriges Frequenzspektrum massiv ausbauen. Damit haben wir die Voraussetzung geschaffen, auf breiter Basis unseren Netzausbau voranzutreiben und unseren Kunden ein leistungsstarkes und hochmodernes Datennetz zur Verfügung zu stellen.


Das mobile Telefonieren und Surfen im Internet fordert immer mehr Leistung von den Mobilfunknetzen. Um den zukünftigen Anforderungen begegnen zu können, ist die Bereitstellung zusätzlicher Kapazitäten von entscheidender Bedeutung. Für die mobile Kommunikation werden zum Transport der Signale Mobilfunkfrequenzen genutzt. Diese sind in verschiedene Frequenzbereiche aufgeteilt und zum Teil unterschiedlichen Mobilfunkstandards zugeordnet. Weil die verfügbaren Mobilfunkfrequenzen eine beschränkte Ressource darstellen, herrscht zwischen den Mobilfunkanbietern Wettbewerb um die diversen Frequenzbereiche.

Die E-Plus Gruppe sicherte sich günstige Mobilfunkfrequenzen

Im Mai 2010 wurden von der Bundesnetzagentur zuletzt neue Mobilfunkfrequenzen versteigert. Im Zuge dieser Frequenzauktion konnte sich E-Plus für 283,6 Millionen Euro ein breites Spektrum an zusätzlichen Mobilfunkfrequenzen sichern. Zum Vergleich: Die Wettbewerber zahlten für eine ähnliche Menge an Frequenzen jeweils weit über eine Milliarde Euro. Dies ermöglicht der E-Plus Gruppe, kosteneffizient den Ausbau eines qualitativ hochwertigen mobilen Datennetzes weiter voranzutreiben. Mit den zusätzlichen Frequenzen besitzen wir die Kapazität für eine weitere Steigerung der Reichweite und der Geschwindigkeit unseres Netzes.

Durch den Erwerb von je 2 Blöcken à 2×5 MHz in den Frequenzbereichen 1,8 GHz und 2,1 GHz sowie 2 Blöcken à 2×5 MHz und 2 Blöcken à 1×5 MHz in dem Bereich 2,6 GHz, konnten wir unser bestehendes Frequenzspektrum nahezu verdoppeln.

Darüber hinaus setzt die E-Plus Gruppe die neu erworbenen Frequenzbänder – in Düsseldorf auf 2,6 GHz, im niederrheinischen Wachtendonk auf 1,8 GHz und in Cloppenburg auf 2,1 GHz – für  LTE-Feldtests ein, um uns auf zukünftige Anforderungen des Mobilfunks vorzubereiten.

Nutzung von 900-MHz-Mobilfunkfrequenzen für UMTS-Übertragung

Ein weiterer Erfolg ist die Genehmigung der Bundesnetzagentur, 900-MHz-Sprachfrequenzen ab 2012 auch für die Übertragung per UMTS zu nutzen. Somit stehen E-Plus diese Mobilfunkfrequenzen auch für Breitbanddienste bundesweit zur Verfügung.

Frequenzbereich 900 MHz:

Die E-Plus Gruppe nutzt diesen Frequenzbereich seit 2006 vorwiegend für Telefonie und den Schmalband-Datentransport (GPRS, EDGE). Seit 2012 haben wir das Recht, die Mobilfunkfrequenzen auch bundesweit für Breitbanddienste wie UMTS, HSPA und LTE einzusetzen. Dieser Frequenzbereich eignet sich besonders für die Flächenversorgung in ländlichen Gebieten und für eine tiefe Indoorversorgung.

Frequenzbereich 1,8 GHz:

In diesem Frequenzbereich, den wir bereits seit 1994 für Telefonie und Schmalband-Datenübertragung einsetzen, haben wir durch die 2010 neu erworbenen Frequenzblöcke ein umfassendes Spektrum zur Verfügung. Seit 2011 führen wir im Bereich dieser Mobilfunkfrequenz zudem LTE-Tests durch.

Frequenzbereich 2,1 GHz:

Durch den 2010 erfolgten Ankauf zusätzlicher Mobilfunkfrequenzen im 2,1-GHz-Bereich besitzen wir auch in diesem Band eine umfassende Ausstattung. Dieses Frequenzband ist das UMTS-Kernband aller Anbieter. Wir testen auch in diesem Frequenzbereich seit 2011 den Mobilfunkstandard LTE.

Frequenzbereich 2,6 GHz:

Auch die frisch erworbenen Mobilfunkfrequenzen im Bereich 2,6 GHz, die ebenfalls besonders für den Breitband-Datentransport zum Einsatz kommen, sind ein wichtiger Bestandteil für unsere Strategie zum Ausbau und zur Ausweitung unseres Datennetzes. In diesem Band haben wir auch eine neuartige LTE-Antenne in der technischen LTE-Variante TDD (Time Division Duplex) getestet. Hier sammlen wir wertvolle Erfahrungen mit einem Standard, der perspektivisch für alle Netzbetreiber an Bedeutung gewinnen wird.