Das Ende der Zettelwirtschaft: TAN-SMS auf’s Handy machen Online-Banking sicherer

Millionen Bankkunden hüten ihre TAN-Liste wie einen Schatz. Doch bald hat das Versteckspiel ein Ende: Zum neuen Jahr wird die Papierliste mit den Transaktionsnummern zur Bestätigung von Online-Überweisungen von der Mehrzahl der Banken endgültig abgeschafft. Stattdessen kann sich der Kunde die TAN auf sein Handy schicken lassen. Damit hat das Handy als Lebensbegleiter einen weiteren Aspekt des Alltags erobert und demonstriert auch hier, welche Vorteile mobile Lösungen in der neuen Lebenswelt der Verbraucher haben kann.

Mobile TAN

Flexibel überweisen mit mobileTAN

So funktioniert mobileTAN
Beim mobilen TAN-Verfahren erhält der Kunde nach ausgeführter Überweisung die Transaktionsnummer von seiner Bank per SMS auf sein Handy. Für den Gebrauch von mobileTAN muss der Kunde seine Mobilfunknummer einmalig bei der Bank freischalten lassen. Wichtig dabei ist, dass die Nummer von einem deutschen Anbieter stammt.

Eine Frage der Sicherheit
Durch den SMS-Versand der TAN gilt das mobileTAN-Verfahren sicherer als die klassische Papierliste, die der Kunde bisher von seiner Bank erhalten hat. Der Grund: Solch eine Liste kann einfacher in die Hände Dritter geraten – meist ohne dass der Kunde dies sofort bemerkt. Verliert der Kunde hingegen sein Mobiltelefon, fällt ihm dies in der Regel deutlich schneller auf. Neben Brieftasche und Schlüsselbund ist das Handy der dritte Gegenstand, der so ziemlich jeden Deutschen überall hin begleitet. Einen zusätzlichen Schutz vor Missbrauch bildet die zeitlich begrenzte Gültigkeit der mobilen TAN. Die Nummer wird erst nach der Überweisung produziert und verschickt und ist nur für eben diese Transaktion gültig. Nach einem bestimmten Zeitraum verfällt die Gültigkeit der TAN automatisch. Sollte die mobile TAN dennoch ausspioniert werden, nützt sie dem Betrüger nichts: Er kann weder den Empfänger noch den Betrag nachträglich manipulieren.

Trotzdem sollte der Umgang damit umsichtig geschehen: Lässt man sich die mobile TAN auf das Smartphone schicken, von dem man auch die Überweisung getätigt hat, besteht die Gefahr des Missbrauchs durch Dritte. Wenn möglich also mobile Banking und mobileTAN voneinander trennen.

Mobile TAN

Die mobile TAN-SMS

Weitere Vorteile des mobileTAN
Neben der gesteigerten Sicherheit, die das mobileTAN-Verfahren im Vergleich zur TAN-Liste in Papierform bietet, lässt es den Kunden auch deutlich flexibler agieren. So kann er von unterwegs Überweisungen tätigen und sie mit der mobilen TAN bestätigen – das Handy hat er schließlich immer dabei.

Die Kosten
Es gibt keine einheitliche Regelung, wer die Kosten übernimmt und wie hoch diese ausfallen. Das Gros der Kredithäuser berechnet seinen Kunden keine Gebühren für das Empfangen der TAN-SMS, andere stellen sieben bis zehn Cent je Kurznachricht in Rechnung.

2 Gedanken zu “Das Ende der Zettelwirtschaft: TAN-SMS auf’s Handy machen Online-Banking sicherer

  1. Pingback: Auch 2012 viel Neues im Mobilfunk | E-Plus Gruppe | newsdesk

  2. Pingback: Amazon, Apple, BMW. — mobilbranche.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>