Handy-Viren – Lassen Sie sich nicht bedrohen

Auch wenn weltweit bislang noch kein großer Schaden durch Handy-Viren aufgetreten ist, kann man die Bedrohung mobiler Endgeräte nicht ausschließen.

Noch konnte sich kein Handy-Virus wie bei Computern millionenfach weiterverbreiten – dennoch sollten vor allem Nutzer von Smartphones und PDAs genau so wachsam sein wie beim Virenschutz von PCs.

Jeder Kunde eines Mobilfunkbetreibers ist selbst für die Virenfreiheit seines Endgerätes verantwortlich, die durch entsprechende Software gewährleistet werden kann, z. B. Mobile Anti-Virus von F-Secure, Security for PDAs von Kaspersky, AntiVir Mobile von Avira oder Mobile Security von Symantec.

Was ist ein Handy-Virus?
Ein Handy-Virus ist eine automatisch ablaufende Programmroutine, deren Code in Programme oder Betriebssystem eines Handys eindringt, um sich zu vervielfältigen und Schadfunktionen auszulösen.

Wie verbreitet sich ein Handy-Virus?
Wie bei Computern kann sich ein Handy-Virus nur durch bestimmte Aktivitäten auf Nutzer-Seite verbreiten: durch Internet-Downloads und mobile Dienste, bei Synchronisation mit anderen Endgeräten, über offene Funk-Schnittstellen wie Bluetooth oder WLAN sowie durch das Akzeptieren von MMS-Anhängen.

Welche Handys sind bedroht?
Vor allem PDAs und Smartphones mit dem Betriebssystem Symbian 60 sind von Handy-Viren betroffen. Vorsicht gilt darüber hinaus aber auch bei allen neueren, MMS-fähigen Handys.

Welche Maßnahmen helfen gegen Handy-Viren?
Vorsichtsmaßnahmen, die im Umgang mit Computern selbstverständlich geworden sind, sollten auch bei der Nutzung von mobilen Endgeräten berücksichtigt werden:

  • niemals Software installieren, die via MMS, Bluetooth, WAP oder PC-Synchronisation aufs Handy gelangt ist
  • auch bei bekannten Absendern vorsichtshalber nachfragen, ehe ein Anhang akzeptiert oder geöffnet wird
  • Fragen nach der Installation von Software grundsätzlich verneinen
  • MMS, die ein Programm oder einen verdächtigen Anhang enthalten, sofort löschen
  • Bluetooth-Einstellungen überprüfen und z. B. durch Modus “Hidden” unerwünschte Übertragung vermeiden
  • bei Infektion eines Handys Master-Reset durchführen