Alle Jahre wieder: Die guten Vorsätze

Es ist mal wieder so weit. Das Jahr neigt sich dem Ende und alle Jahre wieder setzen Menschen sich neue Vorsätze für das anstehende Jahr. Das ist so sicher wie die gefühlte 100. Ausstrahlung von „Dinner for One“ am Silvesterabend. Bei den Vorsätzen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Sicher ist, dass Anfang 2012 weniger Alkohol getrunken wird, freiwillige Hungerkuren beginnen und die Tabak-Industrie Umsatzeinbußen zu verzeichnen hat. Gerade das Thema „Rauchfrei werden zum Jahreswechsel“ ist der Dauerbrenner unter den Vorsätzen.

Und so rauchen sicherlich auch in der kommenden Silvesternacht wieder Millionen von Menschen um 23:59 Uhr feierlich ihre „letzte“ Zigarette. Ich kenne keine statistischen Zahlen, aber ich würde jede Wette eingehen, dass von diesen selbst ernannten Nichtrauchern mindestens 40% nicht lange den kalten Entzug durchhalten. 3 Stunden und 5 Weingläser nach der feierlich letzten Zigarette greifen die Ersten nach der „Ausnahme-Zigarette“, die sie aus der „Notfallpackung“ zücken. Same procedure as every year!

Anti-Raucher App
Anti-Raucher AppDabei kann das rauchfreie Leben doch so einfach beginnen. Und ich spreche hier nicht von der Unterstützung durch Nikotinpflaster. Die wurden von den 80ern angerufen und zurückverlangt.  In der schönen neuen Web 2.0-Welt helfen die Anti-Raucher Apps.

So findet sich dort z. B. ein alter Bekannter der Nichtraucher-Szene wieder, Allen Carr. Der Erfolgsautor verdiente sich in den 90er Jahren mit seinem Buch „Endlich Nichtraucher“ eine goldene Nase. Nun gibt es seine Ratschläge auch in Form einer App.  Er selbst kann sie nicht in Auftrag gegeben haben, denn er starb 2006 an Lungenkrebs. Welch Ironie des Schicksals. Neben Carr finden sich etliche Web 2.0 Hilfen im iTune-Store. Angefangen von der „Rauchfrei 2.0“-App bis hin zur „Rauchfrei pro“-App bleiben keine Wünsche mehr offen. Wenn man den diversen Rezensionen Glauben schenken darf, eignet sich die  „Rauchfrei pro“-App am besten, um die dunkle Seite der Macht den Rücken zu kehren. Sie hilft durch die schwere Anfangszeit mit über 100 individuellen Statusmeldungen. Sie zeigt dem User auf, wie viel Geld er seit Beginn des rauchfreien Lebens gespart hat und liefert zur Abschreckung harte Fakten zum Thema Giftstoffe pro Zigarette. Anbei ein paar Beispiele:

Anti-Raucher AppAnti-Raucher App

Nun ja, ich rauche momentan immer noch gern – auch wenn es die Außenwelt einem mittlerweile nicht mehr so einfach macht.  Jeder sollte für sich entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um mit dem Rauchen aufzuhören. Ob eine App dabei unterstützen kann, muss ebenfalls jeder für sich entscheiden. Ich werde es ausprobieren, wenn es bei mir soweit ist und berichten, ob es geklappt hat.

Fußnote am Rande
Das Spracherkennungssystem Siri verweigert übrigens jegliche vernünftige Aussage, wenn man sie fragt, ob man mit dem Rauchen aufhören soll. Da stellt Siri sich dumm und faselt „Aber du hörst doch gerade nichts”. Eine völlig sinnbefreite Antwort auf meine Frage und irgendwie kommt der Verdacht auf, dass hier Apple und die Tabak-Lobby zusammengearbeitet haben.

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