Der Weg zum Web in der Hosentasche: Zehn Jahre Digitale Integration E-Plus Gruppe gratuliert der Stiftung Digitale Chancen zum 10. Geburtstag

Verena Metze-Mangold (UNESCO) und Thomas Jarzombek (CDU) diskutieren über die digitalen Chancen und Risiken

Beim siebten UdL Digital Roundtable Gespräch hat die Stiftung Digitale Chancen am 11. Oktober gemeinsam mit Vertretern aus Medien, Politik und Gesellschaft im BASE_camp der E-Plus Gruppe ihr 10-jähriges Bestehen gefeiert.

Digitale Chancen: Von der Telefonzelle zum mobilen Internet

Erinnern Sie sich noch an Ihre ersten Schritte im Netz, die erste E-Mail und die erste Suchabfrage? Was war vor facebook, YouTube und Skype? In den letzten Jahren haben sich das Internet und in der Folge unsere Gesellschaft rasant verändert. Gerade das mobile Internet ist aus dem Alltag der Menschen nicht mehr hinweg zu denken. Mobiltelefone haben öffentliche Telefonzellen aus dem Stadtbild verdrängt, sind der Internetzugangsort in der Hosentasche und leisten als digitale Alltagsbegleiter wertvolle Dienste. Durch soziale Netzwerke sind Menschen ständig über Stimmung, Aufenthaltsort und Aktivitäten ihrer Mitmenschen informiert und zu jeder Zeit an jedem Ort mit ihnen verbunden.

„Die Stiftung befasst sich seit zehn Jahren mit der mit der Frage, ob alle Menschen in der Lage sind, sich ein eigenes Bild von diesen Möglichkeiten zu machen und sie für ihre jeweiligen Zwecke kompetent zu nutzen“, erklärt Prof. Dr. Herbert Kubicek, wissenschaftlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Durch ihre Projekte wolle sie daran mitwirken, dass sich durch die digitalen Medien die bestehenden sozialen Unterschiede nicht noch weiter vergrößern, so Kubicek.

vlnr: Erika Mann (facebook), Konstantin von Notz (Grüne) , Jutta Croll (Stiftung Digitale Chancen), Herbert Kubicek (Uni Bremen), Heike Troue (Deutschland Sicher im Netz), Verena Metze-Mangold (UNESCO), Thomas Jarzombek (CDU)

Digitale Integration: Wir gratulieren der Stiftung Digitale Chancen

Was haben die bisherigen Maßnahmen zur Digitalen Integration geleistet, um die Internetnutzung von 37 auf 75 Prozent zu steigern und die Medienkompetenz zu fördern? Wie hat sich diese Aufgabe in den letzten 10 Jahren verändert und welche Perspektiven ergeben sich daraus für die Zukunft? Vor welche Herausforderungen stellt uns der schnelle Wandel des Mediums und wie wird sich die Arbeit der Stiftung Digitale Chancen darauf einstellen?

Darüber haben Dr. Verena Metze-Mangold, Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Donata Freifrau Schenk zu Schweinsberg, Vizepräsidentin DRK und Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und Heike Troue, Geschäftsführerin Deutschland Sicher im Netz, Erika Mann, Director EU Affairs Facebook sowie Thomas Jarzombek, MdB CDU und Konstantin von Notz, MdB Bündnis90/Die Grünen, beide Mitglieder der Enquete-Kommission unter der Moderation von Prof. Dr. Herbert Kubicek mit 70 geladenen Expertinnen und Experten am Donnerstagabend im BASE_camp diskutiert.

„Im Namen der E-Plus Gruppe gratuliere ich der Stiftung Digitale Chancen ganz herzlich zu ihrer wertvollen Arbeit in den letzten zehn Jahren. Als Kommunikationsunternehmen liegt es uns besonders am Herzen, benachteiligte Bevölkerungsgruppen an das Internet heranzuführen. Zusammen mit der Stiftung haben wir uns in diesem Jahr gerade für Senioren engagiert. Denn die Silver-Surfer wollen dabei sein: 97 Prozent fühlen sich keineswegs zu alt, um die Technik zu erschließen. Mit Tablet-PCs wollen wir der älteren Generation daher den Einstieg noch weiter erleichtern“, erklärte Mike Cosse, Leiter Unternehmenskommunikation und Politik bei der E-Plus Gruppe.

UdL Digital Roundtable zum Jubiläum der Stiftung Digitale Chancen

 Im Bereich Medienkompetenz gibt es noch viel zu tun

Mit dem Web in der Hosentasche und Social Media eröffnen sich neue Möglichkeiten, aber auch neue Risiken und Konfliktfelder. Der sichere, kompetente und verantwortungsbewusste Umgang mit den verschiedenen Internetdiensten muss dabei im Vordergrund stehen. „Im Bereich Medienkompetenz gibt es noch viel zu tun. Wichtig ist es jedoch, nicht immer nur auf die Risiken, sondern auch auf die Chancen des Internet zu verweisen“, erklärte Thomas Jarzombek.

Medienkompetenz im Umgang mit sozialen Medien – so genannte Social Media Literacy – beinhaltet neue, vor wenigen Jahren noch nicht relevante Fähigkeiten wie z.B. die Wirkungen des eigenen medialen Handelns auf Andere einschätzen und das Verhalten Anderer im Netz bewerten zu können oder Datenschutzerklärungen zu verstehen und Profileinstellungen entsprechend vorzunehmen.

Auch Konstantin von Notz forderte ordnungsgemäße Strukturen, damit alle Menschen die gleichen Chancen haben. „Wir müssen uns den Herausforderungen stellen. Zwischen Sein und online Sein wird es künftig keinen Unterschied mehr geben“, so Notz.

Digitale Chancengleichheit – so ein Fazit der Veranstaltung – ist nur zu erreichen, wenn in gemeinsamer Verantwortung von Anbietern und Nutzern Antworten auf immer neue Herausforderungen gefunden werden.

Dies zu erreichen ist das gemeinsame Ziel der E-Plus Gruppe und der Stiftung Digitale Chancen. E-Plus freut sich auch in Zukunft mit der Stiftung für Digitale Chancengleichheit zu arbeiten und möglichst viele Menschen an der digitalen Kommunikation teilhaben zu lassen.

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