Rating-Portale, die Ärzte bewerten, Communities, in denen Menschen sich selbst diagnostizieren, der Ersatz medizinischer Geräte durch Apps oder die völlige Kontrolle des eigenen Körpers mit Hilfe sogenannter Self-Monitoring-Systeme: Der aktuelle Hype rund um das Thema E-Health zeigt, dass das Interesse an Gesundheitsthemen keine Frage des Alters ist.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr
Der nächste UdL Digital Talk greift das Thema auf und lässt unter der Moderation von Cherno Jobatey Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und medX-Geschäftsführer Daniel Nathrath mit den Gästen diskutieren, was dran ist, an der mobilen Medizin.
Es soll um Chancen gehen, und um Risiken der vielen verschiedenen Entwicklungen, die aktuell unter dem Begriff E-Health zusammengefasst werden: Wer profitiert eigentlich davon? Und: Was passiert mit dem Datenschutz, wenn medizinische Befunde hin- und hergeschickt werden? Führt E-Health zur Emanzipation des Patienten vom Arzt und schwächt dessen Status als Halbgott in Weiß? Oder wächst seine Bedeutung sogar als kompetenter Navigator?

medX-Geschäftsführer Daniel Nathrath
Auch thematisiert werden soll die Frage des Zugangs: Was passiert, wenn nur Digital Natives Zugang zu technischen Hilfen haben? Sind es nicht gerade Alte, Kranke, Unvermögende, denen sich hier die größten Chancen auftun? Dann reden wir über das vieldiskutierte Wort der Medienkompetenz: Es herrscht Bedarf an Schulung und Information – sowohl bei Konsumenten, Patienten und Leistungserbringern. Wer ist hier in der Pflicht?
Der UdL Digital Talk findet am 23. Mai 2012 ab 18:30 Uhr im neueröffneten BASE_camp in Berlin-Mitte statt. Wer live dabei sein und eigene Fragen stellen will, kann sich über facebook oder Xing kostenlos anmelden.