UMTS Antenne
Erfolgsbasis E-Plus Netz: Konsequent ausgerichtet auf die Mehrheit der Verbraucher

18 Jahre E-Plus Netz – Lange erwachsen, jetzt auch offiziell volljährig (Teil 2)

Das Zauberwort „UMTS“ beflügelt um die Jahrtausendwende die Fantasie der deutschen Netzbetreiber, auch die von E-Plus. Dank der neuen Technologie können sie deutlich höhere Geschwindigkeiten und Kapazitäten für die Datenversorgung ihrer Kunden in den Blick nehmen. Kaum jemand vermutet damals, dass es mehr als zehn Jahre dauern würde, bis sich auch der Massenmarkt für die mobile Datenkommunikation interessiert. Solche Erwartungen passen nicht in die optimistische Aufbruchsstimmung jener Tage.

Im Sommer 2000 ersteigern die Netzbetreiber für schwindelerregende 99,4 Milliarden Mark UMTS-Frequenzen, also für umgerechnet knapp 51 Milliarden Euro. E-Plus und die Mutter KPN zahlen dafür allein rund 8 Milliarden Euro (16 Mrd. Mark). Damit kann der Aufbau eines 3G-Netzes beginnen und den Kunden lassen sich Datengeschwindigkeiten bis 384 KBit/s in Aussicht stellen.

Doch bis die Netzinfrastruktur steht, die Gerätehersteller geeignete Handys entwickelt haben und auch technische Herausforderungen wie das Handover zwischen UMTS- und GSM-Netz sichergestellt sind, vergeht viel Zeit. Erst im Sommer 2004 gibt es die ersten UMTS-Tarife. 300 Städte umfasst Ende des Jahres die UMTS-Netzabdeckung von E-Plus. Kurz darauf begrüßt der drittgrößte Netzbetreiber in Deutschland den zehnmillionsten Kunden.

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E-Plus: Nutzerverhalten als Maßstab für mobile Datenversorgung

Anders als heute steht 2004 bei den Verbrauchern das mobile Surfen im Internet noch nicht hoch im Kurs. Die Endgeräte sind umständlich zu bedienen. Allein schon das Einrichten einer E-Mail Adresse auf dem Handy kann Kunden zur Verzweiflung treiben. Auch die häufig angekündigte ‚Killerapplikation‘ für UMTS, die die Mehrheit der Verbraucher für die Nutzung mobiler Datenkommunikation begeistern soll, lässt auf sich warten. Dazu kommt die Angst vieler Verbraucher vor hohen Kosten, wenn zum Beispiel die mobile Webverbindung zu lange aufrechterhalten wird. Ein unbeabsichtigter Knopfdruck kann unangenehme Folgen haben. Letztendlich hat die überwältigende Mehrheit der Deutschen noch kein wirkliches Interesse am mobilen Web.

Teure Mobilfunktechnik in die Gegend zu stellen, die von den Kunden nicht genutzt wird, ist wirtschaftlich wenig sinnvoll. Deshalb konzentriert sich die E-Plus Gruppe ab 2005 erst einmal auf die wesentlichen Bedürfnisse der Mehrheit der Mobilfunkkunden: die mobile Kommunikation per Telefonat und SMS zu einem besonders attraktiven Preis-Leistungsverhältnis. Mit dem Start von simyo, der ersten Prepaid-Discount Marke, halbiert das Unternehmen die Gesprächspreise im deutschen Mobilfunk. Kurze Zeit darauf beginnt mit der Marke BASE das Zeitalter der Flatrate-Tarife – auch für mobile Daten. E-Plus entwickelt sich zur Mehrmarkengruppe.

Mit seinen Marken und Partnern wälzt E-Plus in den folgenden Jahren den Mobilfunkmarkt stärker in Richtung einer Orientierung am Nutzerbedürfnis um als die Versuche des Wettbewerbs, die ‚eierlegende Wollmilchsau‘ unter den mobilen Datenanwendungen zu finden. Der Erfolg: Bereits im März 2009 ist der Kundenstamm auf 18 Millionen angewachsen und seit 2005 überzeugt das Unternehmen Jahr für Jahr den Markt durch sein profitables Wachstum.

Aber auch beim E-Plus Datennetz bleibt die Entwicklung nicht stehen. Bereits 2006 hat die E-Plus Gruppe die Einführung des auch als 3,5G bezeichneten HSPA vorbereitet. Zusätzlich geht E-Plus neue Wege und lagerte 2007 den Betrieb seines Netzes an Alcatel-Lucent Networks aus. Netzplanung und Netzentwicklung bleiben in der Hand des Unternehmens. Es verstärkt in der Folge den HSPA-Ausbau und zeitgleich die Beschleunigung des GSM-Netzes mit EDGE.

Anfang 2010 erweitert dann der chinesische Hersteller von Telekommunikationstechnik ZTE die Gruppe der Partner beim Netzausbau. Die Basis ist geschaffen für die größte Netzausbauinitiative in der Geschichte des Unternehmens. Deren erklärtes Ziel ist es, den Verbrauchern Ende 2012 ein für Sprache wie Daten gleichermaßen leistungsstarkes Mobilfunknetz der 4. Generation zu bieten.

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